Vom Leben und vom Sterben

Der Dokumentarfilm «Stimme des Abends» spielt in einer wegen Corona nach aussen verschlossenen Altersresidenz. Die Spazierfahrten reichen nur noch bis in den heiminternen Garten, die blühenden Blumen wecken Erinnerungen – wie es wohl daheim aussieht?

Margarethe schreibt tief in ihren Rollstuhl gebeugt Briefe an ihre Enkelin, an Freunde und Familie und in ihrem Tagebuch verarbeitet sie die zu Herzen gehenden Fragen und Beschwerden der letzten Etappe ihres Lebens. Obwohl man weiss, dass man sterben wird, soll auch dieser Lebensabschnitt noch eine Qualität in sich bergen – dies das tiefe Anliegen von Mathias, dem Heimleiter. Doch wieso haben wir Angst vor dem Tod und kennen wir die Bedürfnisse im hohen Lebensalter?

Gelebte Erfahrungen werden als Ressourcen für unsere Gesellschaft in die Welt getragen und so werden die Menschen Hoffnungsträger im Film in dieser vom Abstand geprägten Zeit. 

«Stimme des Abends» – eine poetische Hommage für Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt und für alle, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen.

Dokumentarfilm, 20 Minuten, 2020
Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch – Untertitel Deutsch und Englisch
Regie und Schnitt: Michelle Brun
Musik: Arianna Savall und Petter Udland Johansen
Kamera: Veronika Müller, Jürg Mäder

Mit Margarete Müller-Winter, Mathias Engler, Daniel Schmitter, Rolf Bärtsch
Offstimme: Veronika Herren
Mischung: Matthias Wenger
Farbbestimmung: Roger Sommer
Übersetzung: Diction AG, Philip Hotchkiss
Grafik Film: Brunner & Meyer
Grafik Begleitmaterial: Studio am Meer, Janine Peter
Produktion: trailblazing GmbH
ISAN: 0000-0005-BBC2-0000-F-0000-0000-T

Award
Sweden Film Award, bester Kurzdokumentarfilm